INGRID WEIDIG



"Im Innern der Stadt - Geheimnisse der Vergangenheit"

Baukunst in Essen, Eröffnung: 9. Juni - 22. September

 

Blick in die Installation

 

Burgplatz, Essen. Ein ummauertes Blumenrondell wurde anstelle der Bepflanzung mit drei großformatigen Monitoren bestückt und mittels Glasplatten abgedeckt und begehbar gemacht. Drei aus der Tiefe projizierte Endlos-Videos „Im Innern der Stadt“ zeigen abstrahierte bewegte Szenen aus der Gegenwart des Burgplatzes und seiner Umgebung sowie Bilder und Textfragmente zu seiner wechselhaften Vergangenheit. Dabei werden historische Spuren sichtbar gemacht und Elemente der Stadtgeschichte heutigen Stadtsituationen gegenübergestellt.

Die Installation war vor allem für den Abend und die Nacht gedacht.

 

Videostills

Videostill1Videostill DomVideostill Tauben

 

FussgängerzoneInstitutioFussgängerzone

 

Fussgängerzonegold und ReliquienFussgängerzone

 

FussgängerzoneMarktFussgängerzone

 

Auf den beiden äußeren Monitoren sind jeweils alltägliche Szenen zu sehen: Auf der Einkaufsstraße vorbeilaufende Menschen, dazwischen Tauben, Hunde und Fahrräder. Extreme Zeitlupenaufnahmen, die noch zusätzlich am Computer verfremdet wurden, wirken der Hektik des Geschehens entgegen. Die Bilder des Tages stehen im Kontrast zu ihrer ruhigen, nächtlichen Umgebung.
Im mittleren Film sind Bilder und Texte aus der frühen Stadtgeschichte von ca. 850 bis 1244 zu einer Collage zusammengefügt: „Im Innern der Stadt - Geheimnisse der Vergangenheit“. Da die Geschichtsschreibung des frühen Mittelalters häufig auf nachträglich erstellten oder gefälschten ‘Berichten’ beruht, ist auch die Gründung der Stadt Essen nicht genau rekonstruierbar und liegt im Dunkeln. Im Film werden dazu einige Fragen gestellt.

 

Übersicht Burgplatz in Essen

Burgplatz-Panorama

Zeichnung01        Zeichnung02         Rondell mit Installation

 

Die Installation entstand in Zusammenarbeit mit Christian Kohl, Architekt, BDA

 

Der Burgplatz gilt als Ursprungsort der Stadt Essen. An der Kreuzung einer Nord-Süd-Handelsstraße und des west-östlichen Hellwegs entstand wahrscheinlich unter den Franken im 7. Jahrhundert eine wehrhafte Wallanlage, als Schutz gegen die ‘heidnischen’ Sachsen. Das Jahr 852 n. Chr. gilt als historisches Gründungsdatum der Stadt Essen. Ein freiweltliches hochadeliges Damenstift, unter Bischof Altfrid von Hildesheim und Äbtissin Gerswid in den Mauern der ehemaligen „Burg“ errichtet, wurde zur Keimzelle der Stadt. Um die Jahrtausendwende entwickelte sich im Schutz des Stiftes eine Handwerker- und Kaufmannssiedlung. Seit das Dorf Essen im Jahr 1041 das Marktrecht erhielt, fanden auf dem Burgplatz regelmäßig Jahrmärkte und Kirchweihfeste statt. 1244 wird Essen erstmals urkundlich als Stadt erwähnt.

 

BauKunst - Stadtzeichen
20 Projekte von 40 bildenden KünstlerInnen und ArchitektInnen
zum Jubiläum 1150 Jahre Stift und Stadt Essen
vom 9. Juni bis 22. September 2002 in der Essener Innenstadt

Eine Veranstaltung im Rahmen von „Essen erlebt Architektur“
initiiert vom Bund Deutscher Architekten, BDA

Das Projekt "Im Innern der Stadt" konnte realisiert werden mit freundlicher Unterstützung durch:
Bank im Bistum Essen
CNE-Telekommunikation, Essen
Glas Engels, Essen
Grün & Gruga Essen
Metallbau Jäger, Essen2002


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