INGRID WEIDIG



invitatie - invitation - einladung

ein Projekt mit rumänischen Künstlern im Kunsthaus Essen

 

Viedeoinstallation

Video-Installation "Gäste - Guests" mit drei Monitoren, Videovorstellungen aller am Projekt beteiligten Künstler. Im Hintergrund eine Wandarbeit mit ausgedruckten Emails, die die Vorbereitung des Projekts dokumentieren.

 

Detail mit ausgedruckten emails an der Wand

Installation "invitation", Detail. 

 

 

invitatie - invitation - einladung

Künstler aus Rumänien und Deutschland
lebten und arbeiteten 30 Tage lang im Kunsthaus Essen. Die gemeinsame Sprache war English.

Ana Adam, József Bartha, Sándor Bartha, Dan Perjovschi, Lia Perjovschi, Claudia Sacher,
Hubert Sandmann, Sorin Vreme, Ingrid Weidig

The Idea:
invitatie - invitation - einladung is the attempt to communicate via images. Artists from opposite geographic directions meet each other. What happens when East meets West? Do ideas develop which can’t be described by words, but only by paintings and sculptures or installations? Is it possible to understand the artwork of oneanother? Are the objects a reflection of the various ways of political and geographical background? We searched for an answer to the question "Is there still a difference between 'Eastern' and 'Western' Art".

The Project:
this German-Romanian invitation took place at the Kunsthaus Essen from June 1st until June 30th 2001. With a public START-UP, including personal presentations with slides, videos and discussions, we introduced the project to the public on June 8th. Two weeks later, on June 22nd, in a public DOWNLOAD the results of the intensive cooperation were shown in a group-exhibitions in the house.

We wanted to motivate "Westerners" to experience a different culture which indeed was influenced by socialism, but still is very different from our idea of "socialistic art". Art historians from both countries - Judit Angel, Arad / Budapest (Ro) and Carola Schneider, Essen (D) accompanied the PROJECT to articulate the artistic processes in discussions and written texts for the dokumentation.

 

KUNSTFORUM Band 156, 2001, S 381 - 83

Groß kann das Gepäck nicht gewesen sein, das die sechs rumänischen Künstler mit nach Deutschland gebracht haben. Denn das, was sie vom 1. - 30. Juni im Kunsthaus Essen zeigten, schöpft beinah ausschließlich aus den Begebenheiten des Ortes, seiner animierenden Atmosphäre wie auch konkret aus vorgefundenen, meist zweckentfremdeten Materialien.

Im Kontext mit dem Werk dreier deutscher Künstler ist daraus eine durch Improvisation und das Gefühl der spontanen Reaktion sich auszeichnende Ausstellung entstanden, die dynamisch und zugleich sensibel, politisch und bisweilen humorvoll west-östliche Standpunkte in der Kunst darzustellen sucht.  [ ... ]

Sechs international bedeutende Vertreter der jungen rumänischen Künstlergeneration treffen somit auf drei im Kunsthaus Essen arbeitende oder damit verbundene und weit über seine Grenzen hinaus bekannte Künstler, um im Gespräche sowie der gemeinsamen Arbeit Übereinstimmungen und Gegensätze des Denkens und Handelns zu erkunden. Diese Form der Annäherung ist bezeichnend für das Kunsthaus Essen, das nicht Künstler anderer Kulturkreise zur Schau stellen will, sondern vielmehr aus dem Miteinander künstlerischer Aktionen seine Kraft schöpft. Entsprchend konnte für das spannende Unternehmen die namhafte rumänische Kunstkritikerin und Kuratorin  Judith Angel vom Museum Arard und Museum Budapest gewonnen werden, Kraft ihres einstigen Amtes als Kommissarin des Rumänien-Pavillons der Biennale in Venedig 1999 gute Kennerin der jungen Kunstszene im eigenen Lande, die das Werk der sechs Künstler in Essen als Kuratorin begleitet. Vermieden wird durch diesen Griff die Gefahr des "westlichen Blicks" auf die rumänische Kunst, wie er sich möglicherweise durch einen deutschern Kurator entwickelt hätte.  Folgerichtig wird das Projekt aus deutscher Sicht durch Carola Schneider betreut, Kunsthistorikerin aus Aachen und zugleich geschäftsführerin des Kunsthaus Essen, die dabei auf die Mitarbeit und Kreativität des gesamten Künstlerteams vertrauen kann.

Hier ist vor allem Ingrid Weidig zu nennen, [ ... ] auf die die Initiative zum Projekt  "invitatie - invitation - einladung" zurückzuführen ist. Die Künstlerin, durch mehrfache Aufenthalte seit 1990 mit der Kunstszene Rumäniens vertraut, stellte 1997 die Kontakte zzu den zwischen 1960 und 1964 geborenen Kollegen sowie der Kuratorin Judith Angel her und wurde über den Zeitraum bis heute zzur Schnittstelle der Organisation. Die damit verbundenen langwierigen Planungen, dokumentiert in Form von zahlreichen Emails zwischen Rumänien und Deutschland übertrug die Künstlerin zu der Wandarbeit "invitation", die neben der Komplexität des Projektes auch die gegenseitige Begeisterung erkennen lässt. In der dazu gehörigen Video-Installation haben die rumänischen Künstler die Gelegenheit, sich selbst vorzustellen, wobei die kreisförmige Anordnung der drei Monitore auf Podesten und der daraus resultierende Charakter des Dialoges miteinander, an vertraute Situationen einer "Einladung" erinnert. Zwei freie Podeste erlauben interessierten Besuchern, sich in den Kreis der Gesprächspartener zu gesellen. [ ... ]

Christian Krausch

 

 

Besucherin der Installation

 

 

 

Projectleader: Ingrid Weidig
Concept and management: Claudia Sacher, Dr. Carola Schneider, Ingrid Weidig
Photography: Michael Benecke, Bernhard Bödeker, Petra Göbel, Ingrid Weidig
Text: Judit Angel, Carola Schneider
Flashmovies: Michael Klinder, Ingrid Weidig
Website: Ingrid Weidig

This project was kindly sponsored by:
Auswärtiges Amt . Hoppe-Ritter Kulturförderung . Kulturbüro der Stadt Essen .
Ministerpräsident des Landes NRW Wolfgang Clement . Robert Bosch Stiftung . Sparkasse Essen

 

Website: www.invitation.kunsthaus-essen.de


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